Psychologie: Die Person als Informationsverarbeitung

Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Denken sind untrennbar miteinander verbunden. Um etwas zu verstehen, müssen wir Informationen vom Gedächtnis abrufen.

Seit den 60er Jahren beschäftigt sich die „Kognitionspsychologie“ (oder kognitive Wissenschaft) mit der Informationsverarbeitung im Zusammenhang mit der Neurologie, der Linguistik und anderen Disziplinen.

Unter einem „System“ versteht man die dynamische Zueinander – Ordnung von Teilen zu bzw. in einem Ganzen.

Ein informationsverarbeitendes System besteht im wesentlichen aus drei Komponenten:

1.) Input – Output = Mechanismen :

Das System muß in der Lage sein, Informationen aufzunehmen (input) und bestimmte Resultate in Form von Urteilen, Neueinschätzungen, Veränderungen von Meinungen, Handlungen usw. hervorzubringen (output).

2.) Der Prozessor = Verarbeitungssystem:

Dieses ist der Träger der Prozesse der Informationsverarbeitung im engeren Sinne und zugleich Steuerungszentrum. Die Folge von Instruktionen, die ein bestimmtes Ziel erreichen, nennt man ein Programm. Ein Programm ist eine Abfolge von Handlungsanweisungen. Der Prozessor kann Informationen abrufen und interpretieren, Vergleiche anstellen, bewerten, auswählen, schlußfolgern usw.

Die Tätigkeiten des Prozessors hängen auch von der Momentanverfassung der Person ab.

3.) Gedächtnis:

Stellt Strategien der Verschlüsselung und Speicherung dar, des Entschlüsselns und Abrufens von Daten und Programmen.

Das in die drei Komponenten untergliederte informationsverarbeitende System steuert auf vielfältige Weise input und output, also Wahrnehmungen und Handlungen. Es sind besonders drei Arten der Steuerung, die hier zusammenwirken:

a) Die konzeptuelle Steuerung:
Sie hat die Aufgabe, Ziele festzulegen, die ausführenden Programme und Operationen zu wählen und deren Tätigkeit hinsichtlich der Zielerreichung zu kontrollieren.

Die Möglichkeit, Operationen einer Ebene der Informationsverarbeitung auf einer übergeordneten, zentraleren Ebene zu kontrollieren, ist die konzeptuelle Steuerung.“

b) Die Programm – Steuerung:
Ein Programm enthält Anweisungen für Operationen, die in einer festgelegten Reihenfolge durchgeführt werden müssen.
„Das Programm selbst übt eine Kontrolle aus, indem es die spezifischen Operationen festsetzt, die das System ausführt. Die aktuelle Folge der Operationen unterliegt einer Programmsteuerung.“

c) Die Daten – Steuerung :
Die Steuerung der Informationsverarbeitung wechselt in Abhängigkeit von den neuen Daten.
„Kein intelligentes System kann es sich leisten, nur vorher festgelegten Plänen und Zielen zu folgen, ohne gleichzeitig für neue Entwicklungen und Ereignisse der Umwelt offen zu sein.“

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